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Gashändler empfehlen ihren Kunden daher, einen Festpreisvertrag abzuschließen. „Die gute Nachricht ist, dass die meisten unserer Haushaltskunden von den aktuellen Preisschwankungen überhaupt nicht betroffen sein werden, da ihr Gaspreis für bis zu drei Jahre festgeschrieben ist. Die aktuelle Situation könnte sich jedoch natürlich in den Preislisten für Neukunden und Kunden ohne Festpreis niederschlagen. Dies hängt jedoch von der weiteren Entwicklung der Lage im Nahen Osten und den Auswirkungen internationaler Ereignisse auf den europäischen Gasgroßhandelsmarkt in den kommenden Tagen und Wochen ab“, so Grochál.
„Die Verfügbarkeit von LNG für den europäischen Bedarf wird jedoch eine Preisfrage sein, also ein Thema des Wettbewerbs mit den Preisen im Pazifikraum. Im Hinblick auf die sichere Gasversorgung könnte es in jenen europäischen Ländern, die bereits über geringe Reserven in unterirdischen Speichern verfügen – in den Niederlanden, Deutschland und in geringerem Maße auch in Frankreich und Polen – zu Schwierigkeiten kommen“, so Slabý. Er fügt hinzu, dass Europa angesichts des bevorstehenden Frühlings und der Erwärmung in Mittel- und Westeuropa diese Situation bewältigen können sollte.
„Wir erwarten in den kommenden Tagen erhebliche Preisschwankungen, da die Marktteilnehmer die Auswirkungen des Angebotsausfalls auf ihre Portfolios bewerten. Die Käufer, die am aggressivsten kurzfristige Spotkäufe tätigen werden, dürften in den Märkten der Asien-Pazifik-Region ansässig sein“, sagte Ross Wyeno, Associate Director und Leiter der Kurzfrist-LNG-Analyse bei S&P Global Energy.